Gesundheitsladen Bielefeld e.V.
Informations- und Kommunikationszentrum für Gesundheit

Arbeitsgruppen

 

Arbeitsgruppe  "gesund ernähren"

 

Seit Jahren engagiert sich der Gesundheitsladen für eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von schädlichen Giften und Zusatzstoffen in Lebensmitteln sowie deren gentechnische Veränderung. 2018 ist der Gesundheitsladen Mitglied im Bielefelder Ernährungsrat geworden.

Im Ernährungsrat will der GL u.a. gesunde und ökologische Ernährungsangebote in Gemeinschaftsverpflegungen wie z.B. Kitas, Schulen und Betriebe unterstützen.

Weitere Informationen zum Ernährungsrat Bielefeld gibt es hier.

Ansprechperson für den GL ist Thea Blank.

 


 

Arbeitsgruppe  "gesund unterwegs"

 

… unterstützt und beteiligt sich an Initiativen und Projekten nach dem Leitgedanken: „ Gesund unterwegs von 8 bis 80 “.

Gesundheit und Wohlbefinden sind wesentliche Voraussetzungen für ein gelungenes Leben und werden maßgeblich durch unsere alltägliche Umwelt beeinflusst. Deshalb müssen sie in allen politischen Planungs- und Entscheidungsbereichen eine wesentliche Rolle spielen. Ergänzende Informationen über das WHO-Konzept zur Gesundheitsförderung finden Sie hier.

Klimawandel, Umweltschutz, Gentrifizierung, Verkehrskollaps ... Dies sind nur einige der großen Herausforderungen bei der zwingend nachhaltigen Planung zukünftiger Lebenswelten in Städten und Gemeinden, aber auch im ländlichen Raum. Überall dort, wo Menschen sich bewegen, wo sie unterwegs sind, müssen Sicherheit, Wohlbefinden sowie Gesundheit und deren Erhaltung im Mittelpunkt jeden Handelns stehen. Einzelheiten dazu gibt es in den Bielefelder Gesundheitszielen hier.

Mobilität sollte umweltschonend und emissionsfrei sein und einen grundsätzlich gesundheitsfördernden Charakter besitzen. Aber erst wenn unsere Lebensräume sowohl für Kinder, als auch für ältere Menschen eine hohe Zufriedenheit und Sicherheit ermöglichen, werden alle dort lebenden Menschen davon profitieren. Orientierung gibt das Konzept der 8-80-City.

Wir begrüßen jede Initiative, die uns dem Ziel "gesund unterwegs" ein Stück näher bringt. Wir unterstützen deshalb auch die Förderung des Radverkehrs mit dem Radentscheid Bielefeld.

Wir benötigen aber auch dringend mehr Raum für Fußgänger und eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität für Straßen und Plätze. Grundzüge für eine Fußverkehrsstrategie finden sich in der UBA-Publikation "Geht doch!".

Für Bielefeld gibt es auch einen Green-City-Masterplan, der jedoch noch sehr wenig über den Fußverkehr aussagt. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Die Europäische Mobilitäts-Woche vom 16.-22.09.2019 widmet sich besonders dem Fußverkehr, hier ein Link zu den Aktivitäten.

Unterstützung bekommt die Initiative auch durch aktuelle Veröffentlichungen u.a. des DIFU unter dem Titel "So geht´s - Fußverkehr in Städten neu denken und umsetzen".

Besonders kümmern wir uns um den Fußverkehr und die stärkere Berücksichtigung in der Stadt- und Mobilitätsplanung. Hierzu hat die NW auch einen Artikel veröffentlicht. Die Vorschläge der AG sind mittlerweile als Handlungsempfehlung in der Kommunalen Gesundheitskonferenz aufgegriffen worden und sind auch in weiteren politischen Gremien diskutiert worden.
Der Stadtentwicklungsausschuss hat mittlerweile einen Beschluss zur Förderung einer Fußverkehrsstrategie in Bielefeld gefasst.

Die NW und das WB berichteten am 13.07.2020 über die Vorschläge der Initiative "gesund unterwegs" zur Weiterentwicklung der Altstadt durch Erweiterung der Fußgängerzone und Verlagerung der Parkplätze in die Parkhäuser und Tiefgaragen. Hier ist das Konzept dazu und der Plan der Altstadt.

Die aktuelle Diskussion zur Sicherheit der Altstadt und zum Einsatz von sog. "modalen Filtern" zur temporären Sperrung haben wir in unsere Skizze der Altstadt aufgenommen, hier dazu das Bild. Die AG ist mittlerweile auch in dem Projekt "altstadt.raum" vertreten, in dem es um die partizipative Weiterentwicklung der Altstadt zur Erhöhung der Lebens- und Aufenthaltsqualität geht.

Zur Orientierung gibt es außerdem 360°-Panoramafotos von Klosterplatz und Süsterplatz.

 

Ansprechpersonen im GL sind Carlo Töpler, Günter Hölling und Gerard Brunsperger.

(Die Initiative umfasst derzeit Vertreter*innen aus dem Gesundheitsladen, der Universität Bielefeld, des Stadtelternrates, der Kranken- und Unfallversicherung, der Kinder- und Jugendärzte und beteiligter Stadtämter, unterstützt von der Bielefelder KGK)



 

Arbeitsgruppe  "Pflege"

 

Die Mitglieder der AG „Pflege“ im Gesundheitsladen greifen den "Pflegenotstand" auf, sie haben persönliche Erfahrungen und kennen die Problematik aus der Pflegeberatung. Sie sind auch beteiligt im Aktionsbündnis „Mehr Personal im Krankenhaus“ und setzen sich besonders für mehr und gut qualifiziertes Pflegepersonal ein, sowohl ambulant als auch stationär.

Nach zwei Vorführungen des Films "Der marktgerechte Patient" mit über 200 Gästen hat sich ein größerer Kreis von Interessenten gemeldet, die am 6.5.2019 um 19 Uhr im Gesundheitsladen zum Thema Kommerzialisierung im Krankenhaus zusammenkamen. Danach hat es weitere Treffen gegeben und auch weitere Veranstaltungen u.a. auf dem Jahnplatz.

Kundgebung 17.10.2019 Bielefeld

Eine Kundgebung des Bündnis "Mehr Personal im Krankenhaus" fand am 17.10.19 in Bielefeld statt. Die Neue Westfälische berichtete am 18.10.19 über die Kundgebung (Artikel hier).


Ein Treffen der AG Pflege fand am 28.10.2019 um 19 Uhr im Gesundheitsladen Bielefeld e.V. statt.

Ansprechperson für den GL ist Monika Scheffler.

 




 

Arbeitsgruppe  "Multiresistente Erreger (MRE)"

 
Keime sind überall und derzeit in aller Munde.
Patienten sind zunehmend verunsichert und wollen insbesondere wissen, wie hoch ihr Ansteckungsrisiko ist speziell vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt.

Krankenhausinfektionen haben eine entscheidende Bedeutung und weitreichende Konsequenzen nicht nur für Patienten sondern auch für Krankenhäuser und die Allgemeinbevölkerung. Um dem Problem der wachsenden Ausbreitung nosokomialer Infektionen und multiresistenter Erreger zu begegnen, gibt es in Deutschland umfassende gesetzliche Bestimmungen und Empfehlungen für die krankenhaushygienischen Maßnahmen. Bereits im Dezember 2011 hatte die Landesgesundheitskonferenz im Kontext des Aktionsplanes Hygiene der Landesregierung eine Entschließung "Prävention nosokomialer Infektionen" herausgegeben, die vom Gesundheitsladen in einfacher verständlicher Sprache für Patienten und Patientinnen  aufbereitet wurde. Für NRW gilt, dass die jeweiligen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) verpflichtend umgesetzt werden müssen (§ 2 Abs. 1 S. 1 HygMedVO). 

Bereits im Jahr 2012 war für den Gesundheitsladen Bielefeld e.V.  das Problem „Krankenhauskeime“ im Rahmen seines gesundheitspolitischen Aschermittwochs Anlass für eine Patientenschutz – Aktion. Diese Pilot-Aktion war dem Thema „Krank geworden im Krankenhaus“ gewidmet und sollte erste Ansätze für persönliche Erfahrungen von Patienten und Patientinnen während ihres Krankenhausaufenthaltes zum Thema Hygiene und MRE sowie den Umgang der einzelnen Kliniken in der Region OWL mit MRE ermitteln. Diese Ergebnisse wurden ausgewertet und daraus Forderungen sowie Empfehlungen für Patienten und Patientinnen abgeleitet.

Aufgrund der Ergebnisse wurde dann 2013 eine systematische Befragung von Versicherten sowie eine erneute schriftliche Befragung der Krankenhäuser in der Region OWL durchgeführt. Diese Fragebogenaktion wurde vom Gesundheitsladen Bielefeld e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkasse in OWL (ArGe BKK OWL) sowie der Arbeitsgruppe 1 der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld organisiert und durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Rahmen eines Abschlussberichtes veröffentlicht und auf einer Pressekonferenz am 11. Juni 2014 vorgestellt. Näheres zu den Medienberichten finden Sie hier.

Ansprechperson im GL ist Karin Freese.